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Musik: Stefan Kaspring

Text: Dana von Senden

 

Labyrinth
 
Ich steh in einem Labyrinth
und habe mich verirrt.
Ich kann die Zeichen nicht mehr lesen,
das hat mich wohl verwirrt.
Die ganze Nacht gerannt,
vom Hasten lahm,
hab  ich die Ausfahrt nicht erkannt,
das warf mich aus der Bahn. 

Das Labyrinth hat mich verschluckt,
es hat mich aufgesogen.
Es hat mich noch nicht ausgespuckt,
der rote Faden ging verloren.
Um die Kreidezeichen hat man mich betrogen.

Wo kam ich her,
wo will ich hin,
geht es bergab oder bergauf?
Ich seh kein Schild,
kann keinen Hinweis finden.
Zweig ich nach rechts oder nach links?
Will nicht im Nirgendwo verschwinden.
Lauf ich den schmalen Pfad allein
oder soll ich Teil der Menge sein?

Überall nur Suchende.
Ist der Weg noch weit?
Sind so viele Fragen offen,
gib mir etwas Zeit.
Viel zu viele enge Gassen,
die mich nicht passieren lassen.
Will keine Kraft verschwenden,
hab Angst, in einer Sackgasse zu enden.

Überall Verzweigungen,
will um die nächste Kurve sehn.
Ist dort was, was viel verspricht,
oder traue ich dem Frieden nicht?
Vielleicht entdeck ich eine Stadt,
die für mich nicht geöffnet hat.
Folg ich Vernunft oder Intuition
Kenn ich diesen Weg nicht schon?

Das Labyrinth hat mich verschluckt,
ich wollte drin verschwinden.
Ich habe mich nicht umgeguckt,
wollt` meine eignen Wege finden.
Das Schicksal wollt` ich mir
in meine Hände legen.
Ich schnitt den roten Faden ab,
die Kreidezeichen malte ich bei Regen.

Kann nicht klar denken,
alles wie verstopft.
Bin ich nach vorn, zurück
oder im Kreis gegangen?
Zu viele Wege durchkreuzen meinen Kopf.
Ich bin müde,
fühle mich alt.
Ist Labyrinth Schutz
oder Hinterhalt?
Will ich weitereilen,
oder hier verweilen?
Wo steh ich überhaupt? Verflucht!
Vielleicht hab ich ja schon gefunden.
Doch wonach hab ich gesucht?
 

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